Oberösterreichischer Tennisverband
Allgemeine Klasse Bundesliga Liga Salzburg

ÖTV-Bundesliga: Mauthausen verdirbt den Hausherren die Finalparty

Bei den Damen triumphiert TC Bakl Weigelsdorf zum ersten Mal in der Mannschaftsmeisterschafts-Eliteliga.
Verfasst von: Manuel Wachta, 13.09.2026
© GEPA pictures / Julio Arellano
Die siegreichen Herren von Union SKE Mauthausen (links) und die erfolgreichen Damen von TC Bakl Weigelsdorf (rechts).

Die Entscheidungen in der ÖTV-Bundesliga 2026 sind gefallen: Die Herren von Union SKE Mauthausen und die Damen von TC Bakl Weigelsdorf haben sich am Sonntagnachmittag in den Finalspielen beim 1. Salzburger Tennisclub die Meister:innenschalen der höchsten Klasse der österreichischen Mannschaftsmeisterschaft gesichert. Die Oberösterreicher fixierten in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels durch ein 5:1 über STC Raiffeisen Team Salzburg den dritten Triumph in ihrer Vereinsgeschichte nach 2020 und 2024 und revanchierten sich hiermit bei den Hausherren für die hauchdünne 4:5-Niederlage in der vergangenen Saison. Und auch die Niederösterreicherinnen konnten ihre Finalniederlage von 2025 gegen UTC Fischer Ried abschütteln und mit einem 4:1 über LINZ AG Team OÖ erstmals den Titel nach Weigelsdorf holen. Sämtliche Spiele des großen Abschlusstages wurden live auf ÖTV TV unter www.oetv.tv und auf www.KURIER.at/oetv gezeigt.

Laut Valentin Snobe, Mannschaftsführer bei den Gastgebern, bekamen rund 700 bis 750 Besucher:innen beim 1. STC Spitzentennis zu sehen, vor allem das Herrenendspiel geizte nicht mit hierzulande großen Namen wie auch internationalem Flair. Snobe hatte als Ziel für die zuerst gespielten Doppelmatches einen Punkt ausgegeben, versuchte aber dann, Mauthausen zu überrumpeln, als er das direkt von den US Open angereiste, eingespielte deutsche Duo Jakob Schnaitter und Mark Wallner auf zwei Doppel aufteilte. Doch dieser Aufstellungspoker ging letztlich nach hinten los: Salzburg verlor alle drei Doppelpartien, die speziell im zweiten Satz jeweils äußerst eng verliefen (zweimal 6:7, einmal 5:7). Neil Oberleitner mit Blaz Rola (Slowenien), Alexander Erler mit Andrew Paulson (Tschechien) und Ex-Davis-Cup-Ass Andreas Haider-Maurer mit Ex-ATP-Doppelkaliber Sam Weissborn bescherten den Oberösterreichern eine 3:0-Führung. Mit dem Druck ganz auf Seiten der Salzburger, vermochte Neo-Davis-Cup-Mann und Doppelspezialist Oberleitner gar seinen Teamkollegen im KURIER Austria Davis Cup Team, Local Hero Lukas Neumayer, durch ein 6:3, 6:7 und 11:9 im Match Tiebreak zu überraschen. Und da auch Matthias Ujvary gegen den in der Bundesliga 2026 bis dahin ungeschlagenen Gabriel Schmidt durch ein starkes 6:2, 7:5 ablieferte, war Mauthausen der Sieg nicht mehr zu nehmen. So brauchte es die weiteren drei Singles nicht mehr zur Entscheidungsfindung.

| GEPA pictures / Julio Arellano
© GEPA pictures / Julio Arellano
Staatsmeister 2026 in der ÖTV-Bundesliga: Union SKE Mauthausen.

Aller guten Dinge sind drei hieß es bei den Damen für TC Bakl Weigelsdorf. Denn bei ihrer dritten Finalteilnahme nach 2020 und 2025 klappte es für die Equipe von Thomas Christ erstmals mit Platz eins. Für die Ladies von LINZ AG Team OÖ erwies es sich auf der Jagd nach dem 13. Titel seit 2004 als zu große Hypothek, dass die Doppelspezialistinnen Nika Radisić aus Slowenien (WTA-Doppelrang 73) und Aneta Kucmová aus Tschechien (WTA-Doppel 117) bzw. Billie-Jean-King-Cup-Teamspielerin Ekaterina Perelygina jeweils durch Turnierreisen ausfielen. Deren Nationalmannschaftskollegin Mavie Österreicher bestritt zusätzlich ihr Comeback nach einer Verletzungspause und war auf Position zwei gegen Anika Jasková (Slowakei) genauso chancenlos wie Alina Michalitsch gegen Ava Schüller auf drei. Und weil Lea Sabadi auf vier die ehemalige Weltranglisten-221. Petra Krejsová (Tschechien) mit 7:5, 7:5 niederrang, stand es schnell 3:0 für Weigelsdorf. Nur kurz kam noch Spannung auf, als Radka Zelnícková (Slowakei) im Spitzenspiel gegen Kathinka von Deichmann (Liechtenstein) 6:0, 4:6, 13:15 unterlag. Doch Ema Lina Picorusevic machte mit einem 6:3, 7:6 über Ex-Staatsmeisterin Janina Toljan Weigelsdorf zu Meisterinnen.

© GEPA pictures / Julio Arellano
Staatsmeisterinnen 2026 in der ÖTV-Bundesliga: TC Bakl Weigelsdorf.

Die Stimmen zu den Finals der ÖTV-Bundesliga

Thomas Schweda (ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft): „Wir haben wieder einen perfekten Finaltag erlebt, mit hochkarätigen Begegnungen, viel Publikumsinteresse und optimalen Bedingungen, bei eher kühlem, aber trockenem Wetter. Im Namen des Österreichischen Tennisverbands möchte ich insbesondere dem 1. Salzburger Tennisclub mit Präsident Florian Kreibich, Vizepräsident Michael Denkstein sowie dem Organisationsteam danken. Ein großes Dankeschön geht auch an unseren Bundesliga-Administrator Stefan Hirn und Oberschiedsrichter Jörg Lang und an alle Partner und Sponsoren. Die einzelnen Matches waren sehr eng – auch wenn die Gesamtergebnisse letztlich klar waren. Wir gratulieren den Herren von Mauthausen sowie den Damen von Weigelsdorf sehr herzlich. Und jetzt freuen wir uns auf eine heiße Davis-Cup-Woche.“

Hannes Pühringer (Union SKE Mauthausen): „Wir sind froh, dass es geklappt hat. Unsere Nummern eins bis vier haben gefehlt. Wir haben alles versucht, und es ist alles in unsere Richtung gelaufen – so wie’s im Vorjahr in die andere Richtung gelaufen war. Wir hatten nichts zu verlieren, Salzburg hatte wohl eher das Gefühl, gewinnen zu müssen. Von dem her sind wir locker hinein. Es hat schon im Doppel begonnen, wo wir ein 2:1 herausholen wollten. Wir haben gut aufgestellt, aber dass die Partien so laufen, hätte ich auch nicht gedacht. Das haben unsere Jungs richtig stark gespielt. So war das Momentum bei uns. Doch ich war mir noch nicht sicher, denn im Einzel war Salzburg in jeder Partie leicht zu favorisieren, in manchen sehr, aber der Druck ist schon stark zu ihnen hinübergegangen. Dann hat Matthias Ujvary heute sehr gut gespielt, Neil Oberleitner brutal gut – und dann geht’s plötzlich schnell. Salzburg muss man auch als Veranstalter gratulieren, sie haben es richtig, richtig gut gemacht. Sie hängen sich immer voll rein, denn das ist wirklich viel Arbeit. Es hat alles gepasst, es waren viele Zuschauer:innen und eine super Stimmung.“

Valentin Snobe (STC Raiffeisen Team Salzburg): „Eine wirklich herzliche Gratulation nach Mauthausen. So wie im letzten Jahr war es eine Ehre, mit ihnen im Finale zu stehen. Wir verstehen uns alle ziemlich gut, das ist noch ein schöner Nebeneffekt, und wir laden sie immer gerne zu uns ein – auch wenn sie heute gewonnen haben. Sie hatten heute einen großartigen Tag, angefangen bei Neil Oberleitner, und im Doppel waren sie extrem stark. Unsere Taktik, Schnaitter/Wallner zu splitten, ist leider nicht aufgegangen. Dass dann Neumayer/Kößler mit vier Satzbällen im zweiten Satz noch am nächsten an einem Sieg dran waren, war sicherlich überraschend und zeigt, wie knapp es dennoch hergegangen ist. Und auch wenn wir verloren haben: Es war eine tolle Veranstaltung, die Fans waren begeistert. Wir bewerben uns sicher gerne wieder für die Ausrichtung der Finalspiele.“

Thomas Christ (TC Bakl Weigelsdorf): „Jetzt haben wir’s im dritten Anlauf im Finale zum Glück geschafft. Wir sind überglücklich über diesen Sieg und ich bin sehr stolz auf alle unsere Damen. Es haben heute wirklich alle eine sehr, sehr gute Leistung gebracht und bis zum Schluss gekämpft. Dass Ekaterina Perelygina und Aneta Kucmová bei unseren Gegnerinnen ausgefallen sind, hat uns natürlich stark in die Karten gespielt, so ehrlich muss man sein. Als Radka Zelnícková im Spitzensingle nach zwei Matchbällen verloren hat, hat sich die Entscheidung zwar verzögert und hat es mich nochmal einige Nerven gekostet, aber Ema Lina Picorusevic hat den Sack letztlich zugemacht. Gratulation auch an das LINZ AG Team OÖ und danke an den 1. STC für die tolle Organisation.“

Barbara Haas (LINZ AG Team OÖ): „Wir waren heute natürlich mit einer geschwächten Mannschaft vor Ort, weil einige unserer Spielerinnen bei Turnieren im Einsatz sind und nicht spielen konnten. Dazu hat Mavie Österreicher ihr erstes Match gespielt, seit sie sich vor zwei Monaten die rechte Hand gebrochen hat (Österreicher ist Linkshänderin; Anmerkung), wofür wir ihr dankbar waren, denn sonst hätten wir keine fünf Spielerinnen gehabt. Wir haben uns gesagt, es muss dennoch immer alles zuerst gespielt werden. Wir haben in jedem Match alles gegeben, und auch die letzte Partie war nochmals ganz eng, aber Weigelsdorf hatte diesmal das bessere Ende. Wir haben trotzdem eine gute Saison gespielt. Die Organisation der Finals war wieder super. Ich habe mich schon im Vorhinein gefreut, dass der STC Veranstalter ist, die machen das toll. Es war ein gelungener Tag – nur nicht mit dem Resultat, das wir uns erhofft haben. Es ist eben kein Wunschkonzert.“

Hier geht es zu allen Ergebnissen, Spielplänen und Mannschaftslisten.

Top-Themen der Redaktion

()
ÖTV Rangliste: (Allg. Klasse)
ÖTV Rangliste: (Senioren)
ÖTV Rangliste: (Jugend)
(SiK unsicher sicher)
ITN Austria Spielstärke
Lizenznummer
Geschlecht
Nationalität
Alter
Jahre ()

Altersklasse

Allgemeine Klasse
Jugend
Senioren
Bilanz Gesamt
:0
Gesamt
0:0
Einzel
0:0
Doppel
Punkte Gesamt
Punkte Einzel
Punkte Doppel
Punkte ITF
ITF-World Ranking
Punkte WTA
Punkte ATP
Punkte TE
Ergebnisse – Einzel
Ergebnisse – Doppel
Alle Ergebnisse
Saison wählen
Bilanz
0:0
Einzel
0:0
Doppel
0:0
Gesamt
0
Punkte Einzel
0
Punkte Doppel
0
Punkte Gesamt
Ergebnisse – Einzel
Ergebnisse – Doppel

Spielbericht

Home
:
Gast
3:16
Sätze
64:102
Games

Einzel

1.Satz
2.Satz
3.Satz
Sätze
Games
0:0
Matches: Einzel
0:0
Sätze: Einzel
0:0
Games: Einzel

Doppel

1.Satz
2.Satz
3.Satz
Sätze
Games
0:0
Matches: Doppel
0:0
Sätze: Doppel
0:0
Games: Doppel
Schiedsrichter:
Bemerkung:
Bemerkungen des Gruppenleiters:
Team name
Verein:
Mannschaftsführer:
Mannschaftsführer (Stv.):

#
Mannschaft
SP
Punkte
:

Spielplan

Spieler

Rang
Name
ITN
Einzel
Doppel
Gesamt
| Vereinsnummer:
Adressen
Plätze
Anzahl
Art
Belag
Funktionäre
Funktion
Name
» Begegnungen gefunden»
Datum
Gruppe
Heimmannschaft
Gastmannschaft
Matches
Sätze
Games